HÄUFIGE FRAGEN
Wie infiziert man sich an Legionellen?
Grundsätzlich über das Einatmen von sogenannten Aerosolen aus dem Wasser. Derartige Aerosole entstehen beim Duschen (Dampf) und bei anderen Entnahmequellen (Wasserhahn).Aerosole können aber auch an vielen anderen Stellen auftreten: Oberfläche in Schwimmbecken, Whirpools, Waschhallen usw. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet dagegen nicht statt bzw. ist weitgehend ausgeschlossen. Wundinfektionen sind äußerst selten und auch normales Essen und Trinken spielen keine Rolle. Nur wenn dabei erregerhaltiges Wasser versehentlich in die Luftröhre gelangt, können Infektionen entstehen.
Welche Personengruppen haben ein erhöhtes Infektionsrisiko?
Raucher sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem wie beispielsweise sind Diabetiker erhöht betroffen. Auch ältere Menschen sind gefährdeter als jüngere Generationen. Wobei der aktulle Zustand des Immunsystems von entscheidender Bedeutung ist. Ein geschwächter junger Mensch (durch Krankheit, Überlastung durch Sport oder Stress) kann weit aus gefährdeter sein, wenn durch die Anstrengung sein Immunsystem angegriffen ist und er unter der Dusche einer höheren Anzahl von Legionellen ausgesetzt wird. Allgemein erkranken Männer mehr als doppelt so häufig wie Frauen. Kinder sind meist nur sehr selten betroffen und wesentlich immuner gegen den Krankheitserreger. Kleinkinder unter einem Jahr scheinen gänzlich immun gegen Legionellen zu sein.
Wie kommen Legionellen in die Hausinstallation?
Ein Großteil der Legionellen schwimmt nicht frei im Wasser umher sondern sind eingelagert in den Wuchsbelegen (Biofilmen) innerhalb der Hausinstallation (Rohre, Ventile, Armaturen,. Filter usw.) In derartigen Biofilmen, sogenannte “Ökosysteme” bestehend aus oft vielschichtigen Kalkablagerungen, Korrosionsmaterialien, Schlämmen und anderen Mikroorganismen können Legionellen wirkungsvoll gegen Desinfektionsmaßnhahmen geschützt überleben.
Sind alle Grenzwertüberschreitungen meldepflichtig?
Meldungen an das Gesundheitsamt sind nötig, wenn der technische Maßnahmenwert für Legionellen, der 2011 in die Trinkwasserverordnung eingeführt wurde, überschritten wird.



